Hypnotica

David Haberzettl war 14 Jahre alt, als er das Feuer für sich entdeckte. Zuvor hatte er sich im Bogenschießen, im Schwertkampf und in Kampfkunst geübt. Nicht allein, sondern mit Gleichgesinnten. Und als einer von diesen mit einer an einer Kette befestigten Feuerkugel arbeitete, versuchte sich David Haberzettl auch daran. „Ich habe es sofort geliebt“, schwärmt der Tscheche. Und Talent brachte der heute 25-Jährige auch mit. Immer tiefer tauchte er in die Kunst des Feuertanzens ein, inspiriert von einer weltweiten Community, die Choreographien und Tricks über Soziale Netzwerke, aber auch auf Veranstaltungen wie der Europäischen Jonglierconvention in München teilt. So entstand Hypnotica. Das besondere an der Gruppe: Dort wo andere Feuershows aufhören, fängt Hypnotica erst an. Die Tricks und Effekte, die Kostüme und das Jonglierequipment stammen allesamt aus der Ideenwerkstatt der Gruppe. Das Ergebnis sind Kleider mit Feuerketten, eine Feuerkrone oder zwölf Kilogramm schwere Jonglierstöcke mit Feuerkreisen an den Enden. Allein sieben Jahre tüftelte Hypnotica an einer eigenen Pyromischung, mit der sich besonders viele und stabile Funken erzeugen ließen. Die Nummer, wenn Haberzettl oder ein anderes Mitglied von Hypnotica inmitten einer Funkenwand zu stehen scheint, gehört zu den Kaltenberg-Bildern, die man nie mehr vergisst. Bis zu 15 Meter hoch steigen die Funken, wenn die Feuerstöcke Marke Eigenbau auf den Boden peitschen. „Für den Auftritt in Kaltenberg trainieren wir seit zwei Monaten täglich“, erklärt David Haberzettl. Die Besucher dürfen gespannt darauf sein, welche funkensprühenden Überraschungen Hypnotica diesmal nach Kaltenberg mitbringt. (www.hypnotica.cz)

Stadtzeitung Augsburg vom 15.7.2017