Die Lagerstadt auf den Rezatauen vor den Mauern der Festung.

Höhepunkte auf der Lagerwiese

Sa 18:00 Landsknechtsgefechte um Lichtenau

Sa 21:30 Feuershow von Willis dem Gaukler

So 15:00 Armenspeisung im Lager von Cenemus et bibamus. Kommt und probiert die Kost des einfachen Volks vor 500 Jahren

So 16:00 Leben im 30-jährigen Krieg mit der Stadtwache Nürnberg

Jaekleins Spiesse

Der Namensgeber für unsere Gruppe ist der Böckinger Bauernführer Jakob Rohrbach, auch Jaeklein Rohrbach genannt. Nach Eroberung von Weinsberg und der Burg Weibertreu jagte er entgegen aller Gepflogenheiten über 40 gefangene Ritter und deren Kriegsknechte durch die Spiesse. Die Spiessträger Jaeklein Rohrbachs haben wir uns also als Namensgeber ausgesucht.

Jaeklein Rohrbach ist durch seine Herkunft und Taten mit dem Heilbronner Raum eng verbunden, doch sind er und seine Bauern und Landsknechte nicht unsere Vorbilder. Aber die brutale Hinrichtung von 40 Kriegsgefangenen, die als Blut-Ostern in die Geschichte einging, kann als Schlüsselszene des Bauernkriegs bezeichnet werden: Martin Luther wandte sich nun ganz deutlich von den Bauern ab, ein Teil der religiösen Rechtfertigung des Aufstandes brach weg. Die Fürsten des Schwäbischen Bundes konnten sich nun auch auf moralische Beweggründe für die Bekümpfung des Aufstandes stützen. Viele Landsknechte, die zuvor noch auf der Seite der Bauern gekämpft hatten oder sich der Werbung der Fürsten entzogen hatten, musterten nun beim Schwäbischen Bund an. Der Bauernjörg nahm furchtbare Rache an den Bauern. Von 40 Toten konnte nun nicht mehr die Rede sein.

Der Abstand von fast 500 Jahren erlaubt uns eine differenzierte Sicht der damaligen Ereignisse. Es zeigt uns, welch eine revolutionäre Zeit die Jahre 1524/1525 waren. Wie die Ideale der Demokratie und Gleichheit bis in unsere heutige Zeit überlebt haben. Wie aber auch die damaligen Freiheitskämpfer trotz aller Ideale im Krieg Brutalität und Grausamkeit anwandten und auch erfuhren.

Der Bauernkrieg – nach unserer Meinung einer der spannendsten Momente der deutschen Geschichte, dessen Ideen heute noch lebendig sind. Es zeigt aber auch, wie brutal Fanatiker oder auch Machtpolitiker agieren, und wie die Menschen – oft gutgläubig – von ihren Führern ausgenutzt und verheizt werden.

Hieraus ergibt sich für uns der Anspruch, unser Vereinsleben tolerant und mit gegenseitigem Verständnis zu gestalten. Wir sind unpolitisch und lehnen jede Form von Extremismus ab.

http://www.jaekleins-spiesse.de

Kraichgauer Kampfsudler

Dieser Zusammenschluß kulinarisch ambitionierter Landsknechte gab sich in schwarzbierseliger Laune den Namen "Kampfsudler". Denn zum Überleben eines Soldaten, gehört nicht nur der Umgang mit Waffen, die sie zweifelsohne auch trefflich beherrschen, sondern eben auch das Kochen ("Sudeln") und Essen - und auch hier machen sie mit ambitionierten historischen Gerichten keine halben Sachen!
Mitglied im Bund oberschwäbischer Landsknechte, füllen die Kraichgauer Kampfsudler im ganzen süddeutschen Raum die Reihen der Aufgebote und sorgen in den Zelten der Nachbarlager für so manches Magenknurren.

www.kampfsudler.de

Fratres Armorum 1188

Die Anfänge der Burg Lichtenau werden von den Fratres Armorum 1188 verkörpert.

Die Gruppe aus Dinkelsbühl stellt ein hochmittelalterliches Heergefolge, auch Lanze genannt, aus der Zeit zwischen 1150 und 1200 dar.
Der Umgang mit Waffen ist ihnen wohlvertraut und auch in ihrem stauferzeitlichen Heerlager gibt es so einiges zu entdecken.

https://www.facebook.com/fratresarmorum1188/

 

 

Communitas Gladii

Communitas Gladii (lat. für Gemeinschaft des Schwertes) ist die Schwert- und Showkampfgruppe der Herzogstadt Burghausen e.V., die das Leben der Landsknechte und Marketenderinnen um 1525 nachstellt. Die Gruppe wurde bereits 1996 gegründet und ist, wie viele weitere Gruppen der Herzogstadt, ein fester Bestandteil des Burgfestes, welches jedes Jahr im Juli in Burghausen für drei Tage seine Pforten öffnet. Die Gruppe zählt mittlerweile 40 Mitglieder, die für ihre Showkämpfe, eingeflochten in verschiedensten Theaterstücken, wöchentlich trainiert. Auf vielen weiteren historischen Festen in nah und fern, wie z.B. in den vergangenen Jahren in Füssen, Ehrenberg, Schwaz oder Gelsenkirchen, entführt Communitas Gladii das Publikum in die Welt der Renaissance und zeigt ein möglichst authentisches Lagerleben. Die Gruppe bietet dem Zuschauer erlebbare Geschichte und verschafft dem Besucher beim Ausprobieren ihrer Waffen und Ausrüstungen gerne Einblicke in eine längst vergangene Zeit. Vor allem aber haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, bei choreografierten Showkämpfen dem Zuschauer die Kampftechniken der Landsknechte näher zu bringen, das Publikum zu unterhalten und ins Staunen zu versetzen. Dabei kommen vom Katzbalger, dem „Standardschwert“ der Landsknechte, Bidenhänder, Stock und Dolch bis hin zur Bratpfanne so allerlei Dinge zum Einsatz. Besonders sind auch die raufenden „Weiber“ zu erwähnen, die mit spektakulären Wurfaktionen über die Bühne wirbeln und dabei nicht wenigen Betrachtern ein Raunen entlocken. Mit ihren Schießprügeln donnern die „Flintenweiber“ auf so manchem Reenactment-Event. Die Gruppe ist auch bei Nachstellungen von historischen Schlachten zu Beginn des 16. Jahrhunderts zu finden – angefangen bei den halbjährlich stattfindenden Drills des „Bund oberschwäbischer Landsknechte“ bis hin zur Schlachtendarstellung in Pavia (Mailand) sowie auf vielen weiteren Events in ganz Europa

http://www.communitas-gladii.de

 

 

Cenemus et Bibamus

Der Gruppenname "cenemus et bibamus" ist dem lateinischen entnommen: "Kommt lasst uns Essen und Trinken". Die Gruppe widmet sich denn auch im besonderen der Küche vor 500 Jahren, bereitet historisch überlieferte Rezepte zu und informiert, was bei unseren Vorfahren auf den Tisch kam. Am Sonntagnachmittag zur dritten Stunde ist in ihrem Lager die Armenspeisung: Aus dem Besuchervolke werden Bedürftige an die Tafel der Gruppe geladen und man hört über Essen, Redensarten und Tafelbräuche des Mittelalter. Sodann bekommt jeder Besucher ein Holzschüsselchen und einen Löffel, und darf ein an diesem Tage zubereitetes Gericht der mittelalterlichen Küche probieren.

Historische Nürnberger Stadtwache

Der Verein Historische Nürnberger Stadtwache e.V. wurde anno 1993 mit dem Ziel gegründet, das Wirken und das historische Umfeld der Stadtwachen der freien Reichstadt Nürnberg in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) - hier im besonderen der Zeitraum des schwedischen Feldzuges (1631 -1634) unter König Gustav Adolf - so wirklichkeitsnah wie möglich darzustellen.

Dies beginnt bei den Gewändern und bei der Ausrüstung, die historischen Originalen entsprechend zumeist in Handarbeit gefertigt werden, und findet seine Vollendung beim Nachleben längst vergangener Zeiten auf historischen Lagern. Dazu gehört ebenso die Darstellung einer sogenannten Ausschuss-compagnie - Regiment Baltasar-Jacob von Schlammersdorf - unter König Gustav Adolf von Schweden im schwedischen Heer, und hier speziell Waffendrill, Salutschießen und Schlachtdarstellung (Reenactment) im Verbund mehrerer historischer Gruppen als eingenständige militärische Kampfeinheit (Musketiere) der damaligen Zeit als Verband der Grünen Schwedischen Brigade (http://www.regiment-mackay.de).

Im weiteren Sinne versuchen wir auch alte Handwerke, wie Schuster oder Kerzenziehen wiederzubeleben. Durch das Erforschen der Nürnberger Stadtgeschichte, der Lebensumstände und der historischen Geschehnisse im Hintergrund sollen weitere Anregungen für eine weitgehend realistische Darstellung der geschichtlichen Epochen gewonnen werden. Dies beinhaltet selbstverständlich auch den Besuch von Ausstellungen und Museen. Zur unserer Öffentlichkeitsarbeit gehören die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen, wie historischen Umzügen und Festen, und Auftritte bei der Darstellung der Schlachten dieser Zeit nicht nur in der Region, sondern auch deutschlandweit und teilweise sogar europaweit. Engagements für historische und andere Filmaufnahmen demonstrieren das große Interesse auch von Film und Fernsehen an dieser Darstellung. Dadurch versuchen wir dem historisch interessierten Zeitgenossen einen Eindruck über die Geschichte der Stadt Nürnberg und ihres Umlands sowie über das Leben der Menschen und Soldaten von damals in den Wirren des 30jährigen Krieges zu vermitteln.

http://nuernberger-stadtwache.de.tl/Wir-.ue.ber-uns.htm

 

 

Dieterich von Langheim

Die Gruppe um den Herren Dieterich von Langheim stellt spätmittelalterliche Bogenschützen dar und zeigt während des Marktes auch das Handwerk des Pfeilbaus. Ist das Tagwerk getan, ist Herr Dieterich zuweilen auch dem Minnesang zugetan.

https://www.facebook.com/dieterich.vonlangheim