Der Württembergische Landgraben

Das Neckarland Mitte des 15. Jahrhunderts, ein Flickenteppich unterschiedlicher Herrschaftsbereiche: Freie Reichsstädte, Deutschordensland, Ritterherrschaften zwischen den aufstrebenden Territorialstaaten der Grafen von Württemberg und der Kurpfalz.

Zur Sicherung seiner neuerworbenen, relativ geschlossenen, Territorien läßt Graf Ulrich der Vielgeliebte ab 1456 den Württembergischen Landgraben errichten: Eine Landwehr aus Wall und Graben, teils mit dichten Dornbüschen, teils mit Palisaden gesichert, vom Heuchelberg 31 km quer durch die Neckarniederung bis zu den Löwensteiner Bergen. Vier Tore nur gewähren fortan Durchlass und sichern Württemberg Kontrolle über Zölle, Waren- und Personenverkehr. Wachtürme an der Heuchelberger Warte und am Wartberg überblicken weite Teile der Außengrenze, die steinernen Tore am Landturm bei Lauffen und bei Wüstenhausen zeugen heute noch von ihrer einstigen Funktion.

Quelle: K. Jähne auf https://de.wikipedia.org/wiki/Württembergischer_Landgraben